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Wie geht es mit LEADER weiter?

Im nächsten Jahr plant die LEADER-Region Investionen in mehrere Sportprojekte. (Foto: pro-t-in GmbH)

Die erste Hälfte der aktuellen Förderperiode hat die LEADER-Region Südliches Osnabrücker Land hinter sich gebracht. Doch obwohl sich das Programm als echte Erfolgsgeschichte erwiesen hat, ist aktuell noch unklar, wie es mit LEADER in der nächsten Förderperiode ab 2028 weitergeht.

Mit dem Jahr 2025 endete auch die erste Hälfte der aktuellen Förderperiode. Das Niedersächsische Landwirtschaftsministerium schreibt vor, dass LEADER-Regionen bis zum Stichtag am 31.12.2025 die Hälfte ihres Projektbudgets für Vorhaben verplant haben müssen – andernfalls wird ein Teil ihres Geldes auf andere LEADER-Regionen umgelegt. 60 von 68 Regionen ist dies gelungen, auch die LEADER-Region Südliches Osnabrücker Land gehört dazu. Bereits Monate vor dem Stichtag hatte die Region – als erste im Landkreis Osnabrück – diesen „Meilenstein“ erreicht und rund 530.000 Euro von insgesamt einer Million Euro für Projekte verplant. Wie die Fördermittel, die die acht Regionen nicht rechtzeitig zur Verfügung gestellt haben, verteilt werden, ist derzeit noch unklar. Aber schon jetzt steht fest: Das SOL bekommt einen zusätzlichen Stichtag – und damit noch eine Chance, Projekte umzusetzen und den ländlichen Raum voranzubringen.

Die weiteren Aussichten liegen noch im Nebel. Aktuell wird innerhalb der EU darüber verhandelt, die Fördermittel für den ländlichen Raum neu zu strukturieren. Dies könnte bedeuten, dass LEADER nach dem Ende der aktuellen Förderperiode ab 2028 mit anderen Programmen um Mittel konkurriert. Das so erfolgreiche Bottom-up-Prinzip – dass Bürger aus der Region Entwicklungsziele erarbeiten und mithilfe von eigenen Projekten umsetzen – könnte ebenfalls in Gefahr sein. Auch wenn über die konkreten Pläne der EU-Kommission noch nicht viel bekannt ist, ist es hilfreich, sich bei seinem EU-Abgeordneten für LEADER stark zu machen – und damit auch für die Zukunftsfähigkeit des ländlichen Raumes.