Fördertipp: Mikroförderung für Ehrenamtliche
Auf einer eigenen Webseite informiert die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt über ihre Mikroförderung.
Manchmal braucht es nicht viel, um ehrenamtliches Engagement zu stärken: ein Dankesfest für Engagierte, eine externe Beratung für neue Impulse in der Vereinsarbeit oder besondere Veranstaltungen, die das Ehrenamt neu beleben. Die Mikroförderung der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE) unterstützt derartige Vorhaben von gemeinnützigen Vereinen und Organisationen mit bis zu 1.500 Euro. Das Südliche Osnabrücker Land gehört zu den antragsberechtigten Regionen.
Ziel der Mikroförderung der DSEE ist es, ehrenamtliches Engagement zu stärken – insbesondere in ländlichen oder strukturschwachen Regionen. Da das Thünen-Institut das Osnabrücker Land als „sehr ländlich“ klassifiziert, haben alle Vereine und Organisationen aus der LEADER-Region SOL die Möglichkeit, einen Förderantrag bei der Stiftung zu stärken. Wichtig: Die Förderung ist nicht für regelmäßig stattfindende Projekte und Aktionen gedacht, sondern speziell für Vorhaben, die die Bedingungen für das Ehrenamt verbessern, die Bindung zu den Engagierten stärken oder die Gewinnung neuer Ehrenamtlicher fördern. So ist zum Beispiel die Anschaffung von Technik oder Lernmitteln förderfähig. Auch ist es möglich, externe Dienstleister zu beauftragen, die die Ehrenamtlich beispielsweise in der Öffentlichkeitsarbeit schulen. Beliebt bei Antragstellern sind auch Benefits für die Ehrenamtlichen wie Ausflüge oder Fahrsicherheitstrainings.
Die DSEE fördert Projekte mit bis zu 90 Prozent der förderfähigen Kosten, maximal jedoch 1.500 Euro. 10 Prozent müssen Antragssteller selbst miteinbringen, entweder als Geldmittel oder als freiwillige Eigenleistung (unentgeltliche Arbeitsstunden). Die Gesamtkosten sollten 15.000 Euro nicht überschreiten. Es ist möglich, die Förderung mit weiteren Mitteln zu kombinieren. Jeder Verein bzw. jede Organisation kann einen Antrag pro Jahr stellen.
Anträge können durchgängig gestellt werden, jedoch ist zu beachten, dass das Vorhaben bis zum Ende des Kalenderjahres umgesetzt sein muss. Bei Erstanträgen erfolgt zunächst eine Prüfung der antragstellenden Organisation, die bis zu vier Wochen dauern kann. Erst danach kann der eigentlich Förderantrag gestellt werden, der binnen sechs Wochen geprüft wird. Achtung: Auch wenn alle Kriterien für eine Förderung erfüllt wurden, können Antragsteller aufgrund begrenzter Mittel leer ausgehen.
Die DSEE ist bemüht, die Antragstellung möglichst niedrigschwellig zu gestalten, damit auch Menschen mit wenig „Fördererfahrung“ Zugang haben. Die Antragstellung erfolgt auf einem eigenen Förderportal. Auch wenn etwas Bürokratie unerlässlich ist: Die Mikroförderung der DSEE ermöglicht es Vereinen, ihre Arbeit auf ein neues Level zu heben und/oder den vielen Engagierten einfach mal „Danke“ zu sagen.